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Orthetik

für die unteren und oberen Extremitäten

Orthesen sind Hilfsmittel, die die Aufgabe haben, Gliedmaßen in ihrer Funktion zu unterstüzen, zu stabilisieren, zu führen, zu entlasten oder auch ruhigzustellen.

Da jeder Mensch einzigartig ist, passen wir Ihnen Ihre Orthese an oder stellen ein individuelles Hilfsmittel in unseren Werkstätten mit modernsten Fertigungstechniken für Sie her. Zum Einsatz kommen hierbei je nach Anforderung Acrylharz, Epoxidharz oder Prepreg in der Faserverbundtechnik oder auch Silikone und thermoplastische Kunststoffe.

Neuroorthetik

Wir versorgen Patient*innen mit neurologischen Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall, Multiple Sklerose, Spina Bifida, Zerebralparese sowohl im Erwachsenen- als auch im  Kindesalter. Aber auch Sportverletzungen sowie neurologische Ausfälle nach Unfällen oder Tumorentfernungen.

 

Von der dynamischen Fußheberorthese über Unterschenkel-Carbonorthesen, Knieorthesen, Hand-Silikon-Orthesen bis zur elektronisch gesteuerten Ganzbeinorthese können wir Ihnen aus einer Vielzahl von Konzepten eine individuell auf Sie angepasste mechanische oder elektronische Orthesenversorgung anbieten.

Funktionelle Elektrostimulation

Bei Schädigungen des Zentralen Nervensystems durch Erkrankungen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, einem inkompletten Querschnitt, Zerebralparese und anderen Erkrankungen bei denen das periphere Nervensystem nicht betroffen ist, bietet die Funktionelle Elektrostimulation (FES) wesentliche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Orthetik, kann aber auch ergänzend dazu verwendet werden.

Durch die FES werden die intakten Nerven im betroffenen Bein aktiviert, um Impulse zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Muskulatur zu senden und so das Gehen wieder zu ermöglichen.

In unseren Räumlichkeiten bieten wir Ihnen die Möglichkeit, einen unverbindlichen Test durchzuführen und ein FES-System für Sie bei Ihrem Kostenträger durchzusetzen.

Kinderorthetik

Gerade im Bereich der angeborenen oder im frühen Kindesalter erworbenen neuromuskulären Erkrankungen wie der infantilen Zerebralparese (ICP), Spina Bifida (MMC), Arthrogryposis multiplex congenita (AMC) ist eine frühestmögliche Zusammenarbeit im interdisziplinären Team notwendig um ein sinnvolles Behandlungskonzept und Therapieziele zu definieren.

Die Korrektur von Fehlstellungen und das Verhindern von Verkürzungen der Muskulatur und des Kapselbandapparats (Kontrakturprophylaxe) sowie das Erreichen bzw. der Erhalt der Gehfähigkeit stehen hier im Vordergrund.

Gerne erarbeiten wir mit Ihnen, Ihrem Arzt und Ihrem Physiotherapeuten ein schlüssiges Versorgungskonzept für Ihr Kind. Unsere Mitarbeiter verfügen über jahrzehntelange Erfahrung in der Versorgung mit sensomotorischen Einlagen, DAFOs nach Nancy Hylton, Ringorthesen, Spiralorthesen aus Carbon, sowie Unterschenkel- und Ganzbeinorthesen mit verschiedenen Gelenken, Lagerungs- und Quengelorthesen für die obere und untere Extremität sowie auch Unterarmorthesen und Silikonorthesen zur Korrektur und Funktionssicherung.

Lagerungs- und Quengelorthesen

Lagerungsorthesen werden angewandt, um Gliedmaßen ruhigzustellen und Gelenkkontrakturen sowie Gelenkfehlstellungen vorzubeugen (Kontrakturprophylaxe).​

Je nach Verletzungs- oder Krankheitsbild kommen zur Erhaltung oder Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit sogenannte Quengelorthesen oder Redressionsorthesen zum Einsatz.

Beide Orthesenversorgungen können sowohl zur konservativen Therapie als auch nach Operationen eingesetzt werden. Sie können die kleinen Gelenke wie die der Finger aber auch die großen Gelenke wie das OSG, das Kniegelenk, Ellenbogen- und Handgelenk umfassen.

Je nach Aufgabe und Therapieziel sind diese Hilfsmittel aus unterschiedlichsten Materialien gefertigt und bei Bedarf mit funktionellen Gelenken ausgestattet.

Adaptierbare Orthesensysteme

Adaptierbare Orthesen kommen zum Einsatz wenn die eigentliche Prothesenversorgung für bestimmte Zwecke wie Muskelaufbau im Rahmen einer Reha, Sport oder zur Standphasensicherung nicht immer ausreicht.

Diese Systeme können zusätzlich an der vorhandenen Prothese (Teilfußprothese oder Unterschenkelprothese) befestigt werden und unterstützen durch ihre Konstruktion und Gelenkauswahl die Standsicherheit, Gelenkstabilität, den Vor- und Rückfußhebel oder kompensieren zum Teil fehlende Muskelkraft.

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